Bildqualität verschlechtern
Füge ein Bild hinzu und bestimme, wie schlecht es aussehen soll, von etwas schlechter bis Kartoffelqualität. Das Werkzeug senkt die Auflösung und speichert das Bild immer wieder als JPEG mit Qualität 1 bis 10, sodass Blöcke und Schlieren echte Kompressionsartefakte sind. Ein Deep-Fry-Modus sorgt für den übersättigten Meme-Look, und nichts verlässt dein Gerät.
Deine Datei
Gut zu wissen
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Die meisten Bildwerkzeuge wollen die Qualität erhalten. Dieses hier macht ein Bild mit Absicht schlechter: für ein Meme, einen Scherz, einen Retro-Look oder einen Test. Starte mit einer Vorgabe und stell dann ein, worauf es dir ankommt: JPEG-Qualität, wie oft das Bild neu gespeichert wird, wie stark die Auflösung sinkt, Unschärfe, Rauschen, die Zahl der Farben und Farbbluten.
Zieh den Trenner, um Vorher und Nachher zu vergleichen, und prüf die Größe der tatsächlichen Datei, bevor du sie als JPG, PNG oder WebP herunterlädst. Brauchst du eine kleinere Datei, die trotzdem gut aussieht, bist du beim Bildkompressor richtig.
So verschlechterst du die Bildqualität
Bild hinzufügen
Zieh eine JPG-, PNG-, WebP-, GIF-, HEIC- oder AVIF-Datei auf das Werkzeug, wähl eine auf deinem Gerät aus oder füge einen Screenshot ein. Ein animiertes GIF öffnet sich mit seinem ersten Frame.
Effekt und Vorgabe wählen
Schlechte Qualität hat fünf Vorgaben, von Etwas schlechter bis Uralt-Internet. Deep Fry hat drei, von Leicht frittiert bis Nuklear. Die Vorschau ändert sich, sobald du eine auswählst.
Regler feinjustieren
Senk die JPEG-Qualität oder erhöh die Neukomprimierungen für mehr Blöcke, reduzier die Auflösung für Verpixelung oder dreh Sättigung und Schärfe für den frittierten Look auf. Im Deep-Fry-Modus klickst du ins Bild, um die Wölbung zu platzieren.
Vergleichen und herunterladen
Zieh den Trenner oder wechsle zu Nebeneinander, prüf die neue Dateigröße und lade das Bild als JPG, PNG oder WebP herunter oder kopier es.
Was die einzelnen Regler bewirken
Die JPEG-Qualität ist der wichtigste Regler. Mit diesem Wert speichert der Encoder deines Browsers, und zwar von 1 bis 10 auf der üblichen Skala von 1 bis 100. Selbst 10 ist also eine sehr starke Kompression. Bei 1 schrumpft der Inhalt der meisten 8 × 8 Pixel großen Blöcke auf eine glatte Fläche oder einen weichen Verlauf. Neukomprimierungen speichert das JPEG bis zu 20-mal und öffnet es jedes Mal neu. Jeder Durchgang nutzt deine Qualität oder bis zu drei Punkte mehr, der letzte genau deinen Wert. So verfällt ein Bild auch, wenn verschiedene Apps es nacheinander speichern.
Die Auflösung legt fest, in welcher Größe gearbeitet wird, als Prozentsatz des Originals. Ist Wieder auf Originalgröße strecken aktiv, wird die kleine Fassung per Nächster-Nachbar-Skalierung wieder vergrößert, also ohne Glättung: Aus jedem übrig gebliebenen Pixel wird ein quadratischer Block, der typische verpixelte, niedrig aufgelöste Look. Schaltest du die Option aus, lädst du das kleine Bild selbst herunter.
Unschärfe macht das Bild vor der Kompression weich, Rauschen macht es körnig wie ein hochempfindlicher Film. Farben pro Kanal reduziert Rot, Grün und Blau auf wenige Werte, ein Effekt, der auch Bitcrushing heißt. Sechs Werte pro Kanal ergeben die Palette mit 216 Farben, auf die sich frühe Webdesigner verlassen haben. Farbbluten verschmiert die Farbe seitlich, während die Helligkeit an ihrem Platz bleibt, ähnlich wie bei einer abgenutzten VHS-Kassette.
Der Download behält die Proportionen des Originals. Transparente Bereiche werden weiß, weil jeder Durchgang ein JPEG ist und JPEG keine Transparenz kennt. Animierte GIFs öffnen sich mit dem ersten Frame. Für einen anderen Frame holst du ihn mit dem GIF-Splitter heraus, und verschlechterte Frames setzt du mit dem GIF-Ersteller wieder zusammen.
So entstehen JPEG-Artefakte
Ein JPEG speichert Pixel nicht einzeln. Der Encoder trennt zuerst Helligkeit und Farbe, und die meisten Encoder speichern die beiden Farbkanäle danach nur in halber Breite und halber Höhe, weil unser Auge feine Farbunterschiede viel weniger wahrnimmt als feine Helligkeitsunterschiede. Das nennt sich Chroma-Subsampling, und deshalb wirken kräftiges Rot und Blau in einem stark komprimierten Bild an den Rändern verwaschen.
Danach wird jeder Kanal in Blöcke von 8 × 8 Pixeln zerlegt, und jeder Block wird als Mischung aus 64 Standardmustern beschrieben, von völlig flach bis fein gestreift. Das ist die diskrete Kosinustransformation. Bei der Quantisierung werden diese Anteile durch Zahlen aus einer Tabelle geteilt und gerundet, und die Qualitätseinstellung skaliert diese Tabelle. Bei hoher Qualität wird behutsam gerundet. Bei niedriger Qualität fallen die feinen Muster auf null, jeder Block behält kaum mehr als seine Durchschnittsfarbe und einen Verlauf, und das Raster aus Quadraten wird sichtbar, besonders am Himmel, auf Wänden und auf Haut.
Das zweite Erkennungszeichen ist das Ringing, manchmal auch Moskitorauschen genannt. Eine scharfe Kante wie schwarze Schrift auf Weiß braucht genau die feinen Muster, die bei niedriger Qualität wegfallen. Die Kante wird deshalb mit Wellen und feinen Punkten drumherum nachgebildet.
Generationsverlust entsteht, wenn ein JPEG erneut gespeichert wird. Jedes Speichern quantisiert ein Bild, das schon Artefakte enthält, und manche davon wachsen. Speicherst du ein JPEG allerdings mit exakt denselben Einstellungen erneut, verändert es sich nach dem ersten Mal kaum noch, weil seine Blöcke bereits Werte enthalten, die der Encoder genau so wieder erzeugt. Der Verlust kehrt zurück, sobald sich zwischen zwei Speichervorgängen etwas ändert: ein Zuschnitt, eine Größenänderung oder eine andere App mit einer anderen Qualitätsstufe. Darum sehen Bilder, die immer wieder gescreenshottet und neu gepostet werden, irgendwann so schlimm aus, und darum variieren die Neukomprimierungen hier die Einstellung von Durchgang zu Durchgang ein wenig.
So frittierst du ein Bild: Deep Fried Memes
Für ein Deep-Fried-Bild stellst du den Effekt auf Deep Fry und wählst eine Vorgabe. Frittiert hebt die Sättigung auf 230 % und den Kontrast auf 150 %, schärft kräftig nach, fügt Körnung und einen rotorangen Farbstich hinzu und speichert das Ergebnis dann achtmal mit JPEG-Qualität 4. Nuklear geht weiter und wölbt die Bildmitte wie eine Lupe nach außen. Klick irgendwo ins Bild, um die Wölbung zu verschieben, oder vergrößer sie mit Größe der Wölbung.
Deep Fried Memes, wörtlich „frittierte“ Memes, sind Bilder, die so lange bearbeitet wurden, bis sie verbrannt aussehen: Farben weit jenseits des Natürlichen, harte Kanten, Körnung und offensichtliche Kompression. Das übliche Rezept ist das, dem auch die Vorgaben folgen: Sättigung und Kontrast hoch, kräftig schärfen und Rauschen dazu, danach mehrmals als JPEG mit niedriger Qualität speichern. Die Reihenfolge ist entscheidend. Schärfe und Rauschen vor der Kompression liefern dem Encoder mehr feine Details, die er zerstören kann, und genau daher kommt die knusprige Struktur.
Laut Know Your Meme erschien der früheste bekannte Beitrag mit der Bezeichnung „deep fried meme“ im März 2015 auf Tumblr, auch wenn Memes schon vorher so stark bearbeitet wurden. Im Deutschen wird meist der englische Begriff verwendet. Dieses Werkzeug fügt weder Text noch Emojis hinzu. Für eine Bildunterschrift öffnest du die heruntergeladene Datei im Fotoeditor.
Schlechte Qualität heißt nicht kleine Datei
Wer die Bildqualität absichtlich verschlechtert, bekommt meist auch eine kleinere Datei, aber das ist ein Nebeneffekt. Ein Kompressor arbeitet andersherum: Er hält das Bild so gut wie möglich und sucht die höchste Qualität, die noch passt. Willst du ein Foto per E-Mail verschicken oder unter ein Upload-Limit bringen, ohne dass man es sieht, nimm den Bildkompressor oder verkleinere die Bilddatei auf eine Zielgröße wie 500 KB.
Ein Ergebnis aus diesem Werkzeug kann sogar größer sein als das Original. Wird eine 160 px breite Fassung wieder auf 4.000 px gestreckt und als PNG gespeichert, steckt jeder vergrößerte Block in der Datei, und das braucht Platz. Die Größe unter der Vorschau ist die Größe der Datei, die du herunterlädst, du siehst sie also vor dem Speichern. Breite, Höhe und Dateigröße eines beliebigen Bildes kannst du später mit dem Werkzeug Bildgröße und Auflösung prüfen nachsehen.
Schlechtere Qualität verbirgt keine privaten Details
Auch auf einem unscharfen, blockigen Bild lassen sich Gesichter, Namen oder Kennzeichen oft noch erkennen, und Menschen erkennen Bekannte selbst auf sehr kleinen, verschwommenen Fotos. Verlass dich nicht auf dieses Werkzeug, um etwas zu verbergen. Gesichter, Text oder Kennzeichen machst du besser mit dem Werkzeug Bild verpixeln unkenntlich, mit großen Blöcken oder einem schwarzen Balken, oder du schneidest den Bereich weg.
Das Bild selbst verlässt dein Gerät nie: Es wird von deinem Browser geöffnet, verschlechtert und gespeichert. Die heruntergeladene Datei ist ein neues Bild, daher werden die EXIF-Daten des Originals, einschließlich eines GPS-Standorts, nicht übernommen.
Was die einzelnen Vorgaben machen
Eine Vorgabe stellt alle Regler ihres Modus ein. Die Größen beziehen sich auf die lange Seite des verkleinerten Bildes, deshalb sieht eine Vorgabe auf einem Handyfoto ähnlich aus wie auf einem kleinen Screenshot. Bilder, die schon kleiner sind, behalten ihre Größe.
| Vorgabe | Einstellungen | Geeignet für |
|---|---|---|
| Etwas schlechter | 75 % der Größe, Qualität 10, 2 Speicherungen | Ein Foto, das nach ein paarmal Teilen aussieht |
| Niedrige Qualität | Bis 640 px, Qualität 6, 4 Speicherungen, leichte Körnung | Sichtbare Blöcke für ein Meme oder ein Mock-up |
| Sehr niedrig | Bis 400 px, Qualität 3, 8 Speicherungen, 64 Stufen pro Kanal | Ein Bild, das durch mehrere WhatsApp-Gruppen gewandert ist |
| Kartoffel | Bis 160 px, Qualität 1, 12 Speicherungen, Körnung, 32 Stufen pro Kanal | Kartoffelqualität: nur noch Formen und Farben |
| Uralt-Internet | Bis 320 px, Qualität 2, 6 Speicherungen, websichere Palette mit 216 Farben | Der Look einer Homepage aus den 1990ern |
| Leicht frittiert | Bis 1.000 px, Sättigung 160 %, Kontrast 125 %, Schärfe 2, Qualität 8 | Ein leicht übergartes Meme |
| Frittiert | Bis 800 px, Sättigung 230 %, Kontrast 150 %, Schärfe 5, Rotstich, Qualität 4, 8 Speicherungen | Das klassische Deep Fried Meme |
| Nuklear | Bis 640 px, Sättigung 300 %, Schärfe 9, Körnung 40 %, Qualität 1, 16 Speicherungen, Wölbung | Frittierter geht es nicht |
Warum man ein Bild absichtlich schlechter macht
Memes und der Deep-Fried-Look
Kompressionsartefakte gehören zur Meme-Kultur: Ein knuspriges, übersättigtes Bild wirkt als Witz, bevor jemand die Bildunterschrift gelesen hat.
Ironische Kartoffelqualität
Ein absichtlich furchtbares Foto von etwas Beeindruckendem oder ein Reaktionsbild, das aussieht, als wäre es mit einer Kartoffel fotografiert, ist eine ganz eigene Art von Humor.
Retro und frühes Internet
Winzige Abmessungen, eine websichere Palette und grobe JPEG-Blöcke erinnern an Homepages der 1990er und die ersten Digitalkameras. Hito Steyerls Essay In Defense of the Poor Image ist ein bekanntes Plädoyer dafür, solche „armen Bilder“ ernst zu nehmen.
Platzhalter und Mock-ups
Eine niedrig aufgelöste Kopie zeigt, wo im Layout ein Bild hinkommt, ohne dass jemand sie für das endgültige, freigegebene Foto hält.
Testen, wie eine Website mit schlechten Bildern umgeht
Prüf, ob Vorschaubilder, Galerien, Upload-Formulare und Qualitätsprüfungen funktionieren, wenn jemand winzige oder unscharfe, stark komprimierte Fotos hochlädt.
Winzige Upload-Grenzen
Nimmt ein Formular nur wenige Kilobyte an und spielt das Aussehen keine Rolle, passt eine verkleinerte Kopie in schlechter Qualität problemlos. Für die bestmögliche Datei unter einem Limit solltest du lieber auf eine Zielgröße komprimieren.